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Allgemeine Informationen

„Die Wa'Dŗán-Chroniken − Metamorphosis” ist kein üblicher Science-Fiction-Roman. Neben den gewöhnlichen Merkmalen des Science-Fiction-Genres (fiktive Technologien, pseudowissenschaftliche Theorien, fremde Welten, evtl. Raumfahrt) fließen hier auch Elemente der Fantasy mit ein. Ich habe mich bemüht, die genannten Elemente harmonisch zu kombinieren und eine realistisch wirkende Geschichte zu erzählen.


Inhaltsangabe

Paw Paw

Wolf Wilson war ein gewöhnlicher, in Kansas City lebender Fabrikantensohn, der ein standesgemäßes Leben in behüteter Umgebung seiner Familie führte, bis ein Anschlag auf Wolf im Penn-Valley-Park ausgeübt wurde, der am Anfang einer Kette von Ereignissen stand, die große Veränderungen im Leben der Wilsons einläutete.

Wolf baute seitdem gegenüber Menschen immer mehr Misstrauen auf, während er zu Wölfen und Werwölfen eine Affinität entwickelte. Denn er war sich sicher, dass jener Anschlag auf ihn von einem Werwolf vereitelt worden war. Seit jenem Ereignis im Penn-Valley-Park wurde der Stadtteil, in dem die Wilsons wohnten, von einer grausigen Mordserie heimgesucht. Schnell keimten Gerüchte auf, dass die Wilsons irgendwie in diese Mordserie verstrickt, dass sie mit dem Bösen im Bunde wären, denn Wolf wurde oft dabei beobachtet, wie er in die Nacht hinausheulte − und seine Rufe blieben nicht unbeantwortet.

Die Wilsons wechselten ihre Wohnorte und die Morde mit ihnen. Mehr und mehr wurde die Unternehmerfamilie gesellschaftlich ausgegrenzt und in den wirtschaftlichen Ruin getrieben. Für Wolfs Vater gab es nur eine Lösung − ein klarer Schnitt, ein neuer Anfang zu einem komplett neuen Leben. Die Emigration in die unberührte Wildnis der Kodiak-Islands schien Wolfs Vater dazu geeignet. Denn nur ein völlig neues Leben, welches absolut verschieden von dem bisherigen war, konnte sie von der Last der Geschehnisse befreien und eine Renaissance ihres Lebens einleiten.

Für den nun siebenjährigen Wolf Wilson bedeutete dieser Entschluss seines Vaters eine radikale Veränderung seines Lebens, der er jedoch sehr positiv gegenüberstand. Denn welcher kleine Junge hatte nicht schon die Geschichten des Huckleberry Fin oder die von dem Mann in den Bergen gehört und sich ihre Freiheiten in einem unbeschwerten Leben ohne gesellschaftliche Zwänge gewünscht? Mit guten Vorsätzen siedelte man also tief in die Wälder des Staates Alaska um.
Nach anfänglichen Startschwierigkeiten und organisatorischen Problemen, auch was die Weiterführung der schulischen Ausbildung Wolfs anbelangte, hatte sich die Familie dennoch gut eingelebt und gelernt, sich in der Wildnis selbst zu versorgen.

Doch nach einem erneuten Versuch Wolfs, dem Geheul der Wölfe zu antworten, sollte die Familienidylle der Wilsons gänzlich zerstört werden. An jenem Tag erschien ein mysteriöser Vertreter der Spezies Canis Lupus. Oder war er überhaupt ein Vertreter der genannten Art? Diese Begegnung leitete jedoch ein düsteres Kapitel für die Familie Wilson ein − ein Kapitel, in dem Wolf aus unerklärlichen Gründen plötzlich das Ziel eines Exekutionskommandos geworden war und sein Vater während des Versuchs, mehr Licht in die Finsternis dieser düsteren Verwicklungen zu bringen, ums Leben kam.
Mit dem Verschwinden dieses dubiosen Wolfes schien die Gefahr der Tötung Wolfs gebannt und die subtilen Ereignisse ein Ende gefunden zu haben. Doch konnte Wolf nicht ahnen, wie sehr sein künftiges Leben von jenen Ereignissen bestimmt werden würde. Oder waren die zurückliegenden Ereignisse Ergebnisse eines eh schon vorbestimmten Lebenswegs? Wolfs Verstand war viel zu unausgereift, die tiefen Verwicklungen überhaupt erkennen zu können, dass er ein Opfer tödlicher Ereignisse werden würde, die seiner Familie letztendlich dieses Unglück beschert hatten. Temporale Paradoxa waren ihm gänzlich unbekannt. Er hatte nur die eiskalte Pranke des Todes in seinem Nacken gespürt.

Doch sollte sein Leben gänzlich verändert werden, als er einige Monate später in die Klauen eines wolfähnlichen Tieres geriet, was seiner Gestalt nach eher ein Höllengeschöpf sein konnte. Der übergroße Wolf berichtete ihm, dass er, wie er selbst, jetzt dem Tode geweiht wäre. Denn er wäre von Kreaturen attackiert worden, die seine abwehrende Handlungsweise als eine Verbündung gegen sie deuteten und ihn gnadenlos niedermetzeln würden. Da Wolf wusste, dass er alleine keine Chance hätte, jenen feindlichen Kreaturen, die dieses Höllengeschöpf so vernichtend schlagen konnten, zu entfliehen, entschied er sich, jenem Tier zu helfen. Das führte letztendlich zu der Notwendigkeit seiner Emigration. Denn wie er am nächsten Morgen erfahren sollte, hatte es in der Nacht mehrere Mordanschläge auf ihn gegeben, die jener übergroße Wolf noch vereiteln konnte. Die Entscheidung war gefällt, Wolf musste gehen und diesen Planeten verlassen.

Wie Wolf bereits berichtet worden war, hatte er mit diesem Wesen Kontakt mit außerirdischem Leben bekommen und war so direkt in einen interstellaren Konflikt verwickelt. Unter großem Zeitdruck und ständiger Gefahr, erneut von jenen Soldaten attackiert zu werden, suchten sie das versteckte Schiff des fremden Wesens auf, um schnellstmöglich dieses Sonnensystem zu verlassen. Wolf wurde offenbart, dass sie nur auf dem Heimatplaneten des Cŗond'Lloŗ's vor weiteren Übergriffen sicher wären. Des Weiteren wurde ihm mitgeteilt, dass die Trennung von seiner Familie sehr lange aufrecht erhalten bleiben müsste, da seine Identität den N'Orchtmaŗŗí bereits bekannt sei und er als Feind des n'Orchtmaŗŗischen Imperiums eingestuft worden wäre.

Fortan hatte sich Wolf den ihm absolut fremden Gesetzen eines ihm völlig unbekannten Kulturkreises zu beugen und zu lernen in ihren Rahmen zu denken, was ihm oft sehr große Schwierigkeiten bereitete. Manche Regeln und Rieten erschienen ihm grausam. Zudem musste er erfahren, dass sein Organismus für ein Überleben in der rauen Umgebung dieses Planeten nicht konzipiert war und er auf den Schutz dieser Raubtiere angewiesen war. Doch waren emotionale Probleme nicht die Einzigen, die sich einstellten; so kam noch ein Ernährungsproblem aufgrund der zu großen Differenzen der Organismen hinzu. Zudem stellten sich bald erschreckende Veränderungen der Physis und Psyche des Jungen ein…


Bernhard Möller © 2007 − 2014

 

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© 2014 − 2016 by Bernhard Möller